Fachbegriffe aus Gemmologie, Schmuckherstellung und Handel — verständlich erklärt.
Blaue Varietät des Beryls (7,5–8 Mohs). Farbe durch Eisen. Meeresblaue bis himmelblaue Töne. Eye-clean Standard für Qualitätssteine. Gut für Ohrringe und Anhänger, für Ringe mit schützender Fassung.
Metallring umschließt den Stein vollständig. Schützendste aller Fassungen — ideal für aktive Träger. Moderne, klare Optik. Nachteil: Weniger Lichteinfall als Krappenfassung, etwas weniger Brillanz.
Die Reflexion weißen Lichts aus einem Diamanten — das charakteristische Strahlen. Abhängig vom Schliff: Ein Excellent-Brillant reflektiert bis zu 98 % des einfallenden Lichts zurück zum Betrachter.
Standard-Rundschliff mit 57 oder 58 Facetten. Entwickelt von Marcel Tolkowsky 1919. Maximiert Brillanz, Feuer und Scintillation. Weltweit beliebteste Schliffform, einzige mit vollständigem GIA Cut-Grading.
Gewichtsmaß für Edelsteine. 1 ct = 0,20 Gramm. Nicht zu verwechseln mit dem Karat-Feingehalt bei Gold (750 = 18 Karat). Ein Brillant von 1,00 ct hat ca. 6,5 mm Durchmesser.
Kissenförmiger Schliff mit abgerundeten Ecken. Romantisch-vintage Ästhetik. Bekannt für starkes Feuer. Kein standardisiertes GIA Cut-Grading — Proportionen selbst beurteilen oder Expertenmeinung einholen.
Reinster Kohlenstoff in kubischer Kristallstruktur. Härteste natürliche Substanz (10 Mohs). Bewertet nach den 4 C: Cut, Color, Clarity, Carat. Einziger Edelstein mit vollständigem, global standardisiertem Bewertungssystem.
Aufspaltung weißen Lichts in Spektralfarben — die bunten Lichtblitze im Diamanten. Diamant hat eine Dispersion von 0,044. Sichtbarer bei indirektem Licht und Kerzenbeleuchtung.
Ring mit umlaufenden Steinen (Full Eternity) oder Steinen auf der Vorderseite (Half Eternity). Symbol für ewige Liebe. Häufig als Jubiläumsring. Fassung: meist Kanal oder Pavé. Größenänderung schwieriger als bei gewöhnlichen Ringen.
Kein sichtbarer Einschluss mit bloßem Auge aus 25 cm Abstand. VS2 ist meist eye-clean. SI1 oft, SI2 selten. Kein offizieller GIA-Begriff — individuell für jeden Stein prüfen.
Metallkonstruktion, die den Stein im Schmuckstück hält. Typen: Krappenfassung (maximale Brillanz), Bezel/Zargen (maximaler Schutz), Pavé (viele kleine Steine), Kanal (glatte Reihe). Wahl beeinflusst Optik, Brillanz und Alltagstauglichkeit.
Leuchten unter UV-Licht. Beim Diamant meist blau (None bis Very Strong). Strong Blue kann in Tageslicht milchig wirken — Wertminderung. None oder Faint ist ideal. Auf dem GIA-Zertifikat vermerkt.
Weltweit angesehenste gemmologische Institution. Entwickelte die 4 C. GIA-Zertifikate sind international der Goldstandard. Zertifikate auf gia.edu/report-check verifizierbar.
Anteil reinen Golds in der Legierung. 750 = 18 Karat = 75 % Gold (Standard für Schmuck). 585 = 14 Karat = 58,5 % Gold (günstiger, weniger satt in der Farbe). 999 = Feingold (zu weich für Schmuck).
Steine sitzen in einem Metallkanal ohne sichtbare Einzelfassungen. Glatte, elegante Optik. Sehr alltagstauglich — keine hervorstehenden Krappenspitzen. Standard für Eternity-Ringe und Tennis-Armbänder.
Kleine Metallzungen (Krappenspitzen) halten den Stein. Standard für Solitär-Ringe. 4 oder 6 Krappenspitzen. 6 Krappenspitzen = rundes Erscheinungsbild, mehr Schutz. 4 Krappenspitzen = mehr Brillanz, quadratisches Erscheinungsbild.
Karatgrenzen bei denen Preise sprunghaft steigen: 0,50 / 0,75 / 1,00 / 1,50 / 2,00 ct. Ein 0,97 ct-Stein ist erheblich günstiger als 1,00 ct — visuell kaum unterscheidbar. Profis kaufen bewusst unterhalb dieser Grenzen.
Härteskala 1–10. Diamant = 10, Korund (Rubin/Saphir) = 9. Alles unter 7 Mohs wird durch normalen Hausstaub zerkratzt. Wichtig für Alltagstauglichkeit von Schmuck.
Elliptischer Brillantschliff. Wirkt bei gleichem Gewicht ca. 10 % größer als ein runder Brillant. Streckt den Finger optisch. Möglicher Bowtie-Effekt (dunkler Schatten) — vor Kauf Videoaufnahme anfordern.
Viele kleine Steine eng nebeneinander, gehalten durch winzige Metallnocken. Funkelnd, glamourös. Mikro-Pavé = noch feinere Ausführung. Pflege: regelmäßig auf lose Steine prüfen.
Edelmetall. 95 % Reinheit im Schmuck. Schwerer als Gold (ca. 40 % mehr Dichte). Hypoallergen. Entwickelt eine schöne Patina. Dauerhaftester Schmuckwerkstoff — kein Rhodinieren nötig. Teuerste Metalloption.
Galvanische Rhodium-Beschichtung für Weißgold. Verleiht Silberglanz und Kratzschutz. Trägt sich nach 1–4 Jahren ab — Zeichen: leichter Gelbstich. Beim Goldschmied erneuern (ca. 30–80 €). Nicht heimisch nachahmbar.
Innendurchmesser des Rings in mm (europäische Norm) oder Innenumfang in mm. Fingerdicke variiert: morgens am dünnsten, abends und im Sommer dicker. Ideal: mittags messen. Standardgröße für Frauen: 54–58 mm Umfang.
Das Blitzen und Funkeln beim Bewegen des Steins oder der Lichtquelle. Drittes optisches Phänomen neben Brillanz und Feuer. Viele kleine Facetten erzeugen mehr Scintillation.
Schmuckstück mit einem einzelnen, zentrierten Stein. Klassischste Form für Verlobungsringe. Betont den Hauptstein maximal. Häufig in Krappenfassung (4 oder 6 Krappenspitzen) ausgeführt.
GIA-Bewertung Excellent für Cut, Polish UND Symmetry. Höchste Schliff-Auszeichnung für Brillanten. Garantiert optimale Lichtperformance. Standard-Empfehlung für Verlobungsringe.
Einschlüsse unter 10× Lupe sichtbar, mit bloßem Auge nicht. Sweet Spot für Verlobungsringe: eye-clean, erheblich günstiger als VVS, kein visueller Nachteil im Alltag.
Metallring umschließt den Stein vollständig. Schützendste Fassung, modern und clean. Ideal für aktive Träger und alltagstauglichen Schmuck.
Dokument eines qualifizierten Gemmologen oder anerkannten Labors (GIA, IGI u. a.) mit Bewertung der Qualitätsmerkmale. Für Käufe über 1.000 € empfohlen — auch als Nachweis für Versicherung und Erbschaft.